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Deutsche sehen Schweizer
Eine Farbenlehre "Am farbigen Abglanz haben wir das Leben", so ein Deutscher, der Deutsche- Goethe. Und doch ist unser Bild der Schweiz allzu lange schwarz/weiß gewesen: Ewig weiß die Alpengipfel in den Reisebüchern, ständig schwarz die Zahlen in den Büchern, die zählen. Eine Wirtschaft ohne Talfahrt, eine Landschaft, die gut wirtschaftet. Ehe die Grenzen sichtbar werden, werden Dahinreisende, selbst gute Nachbarn grün vor Neid. Bis man bei den Zahlen anders schwarz sah, und die Schweiz rot wurde - wegen Gold: Schwarz sehen, rot werden, Gold wollen. Eine deutsche Farbenlehre, unfrei nach Goethe. Nicht alles, was glänzt, ist Gold. Wenigstens nicht pur. Schaut man genauer hin, findet man immer ein bißchen braun dabei. Der Glanz ist ab, da haben wir das richtige Leben. So blauäugig durfte man nicht sein. Gute Nachbarn sowieso nicht. Laß die Reise von neuem beginnen. Kein Vorbild ist wirklich schwarz/weiß, ausgenommen ab und zu die Kunst, die Fotografie sein kann, solange man aus ihr das Leben nicht genommen hat. Auf daß es bunt wird - die Fotografie, die Schweiz, das Leben!
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