Ben Oyne, Jahrgang 1938, blickt zurück auf eine gut zwanzigjährige deutsche und europäische Auftragsfotografie: Als "Gemachte Wirklichkeiten" charakterisiert er seine Bilder, die mit dem Impetus eines hochbegabten Theatralikers zu Szenen aus der unendlichen menschlichen Komödie werden. Humor ist derart selten in der Fotografie, daß man ihn zum führenden deutschen Fotosatiriker, zum Karl Kraus der Fotografie ernennen möchte. Vom "Goldenen Löwen" in Cannes bis zur Goldmedaille des deutschen Werbefilms: Oyne verkörpert den blitzgescheiten Bildgeschichten - Erzähler der verwandten Medien Foto und Film, der im Foto Filme erzählt und im Film unvergeßliche Fotos ins Gedächtnis des Zuschauers brennt.

Ben Oyne reißt überraschend eine Autotür auf und guckt nach, was da drinnen geschieht. Die Städte sind voll dieser rollenden Wohnzimmer,

in denen sich in aller Öffentlichkeit Privatestes abspielt. Seine Bilder dürfen Sie durchaus an Tati erinnern, der das Nasenbohren im Auto zum Gegenstand öffentlichen Interesses machte.
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